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Die „heile“ Familie oder wie werden wir heil?

Eine Schwangerschaft stellt ganz oft eine ganz besondere Herausforderung für die werdenden Eltern dar. Die Frau befindet sich im hormonellen und emotionalen Ausnahmezustand. Oftmals kann der Mann seiner Liebsten einfach nichts recht machen. Dadurch steigt die Frustration und Hilflosigkeit auf beiden Seiten.

Manche Paare sind überrascht und überfordert mit der Botschaft Eltern zu werden. Es ist halt „passiert“.  Doch was tun mit all den unliebsamen Gefühlen und Gedanken die einem durch Kopf und Herz jagen? Dürfen die da sein? Wirken sie sich auf das Kind aus? Wie ist das wenn es mir als Frau in der Schwangerschaft nicht gut geht, bekommt das Kind das mit? Übertrage ich vielleicht meine Gefühle auf das Kind? Am Besten schiebe ich diese Gedanken zur Seite!

Und nun viele Monate später liegt das Kind das erste mal in Mamas Arm und all ihre Zweifel, Ängste und Sorgen die sie vielleicht während der Schwangerschaft gehabt hat scheinen wie weggeblasen. Pure Freude und Glück ist zu spüren.

Voraussetzung jedoch ist eine natürliche Geburt. Die Frühgeburt, die eingeleitete Geburt und die Geburt mittels Saugglocke oder Kaiserschnitt ist für Mutter und Kind traumatisierend. Die Freude kann niemals so empfunden werden wie bei einer natürlichen Geburt. Und so haben Mama und Kind einen traurigen Start. Bei den Mamas die keine natürliche Geburt erleben konnten, kommt oftmals das Gefühl des Versagens mit dazu. Ich kann nicht gebären. Ich schaffte es nicht selbstständig. Und das Kind fühlt oftmals auch so.

Symptome des Kindes auf Grund negativer Erfahrungen während der Schwangerschaft und/oder einer traumatischen Geburt können sein:

Schreibabys, ist ängstlich, extrem fixiert auf die Mama, hat Trennungsängste, braucht extrem viel Aufmerksamkeit, möchte nicht trinken, wirkt apathisch oder traurig. Um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Die Lösung 

Aus meinen persönlichen Aufstellungserfahrungen und meinen Erfahrungen mit Klienten in der Aufstellungsarbeit und der Schamanischen Heilarbeit zog ich folgenden Schluß daraus:

Wenn die Eltern bzw. Großeltern oder Urgroßeltern schon auf irgendeine Weise traumatisiert wurden, aufgrund ihrer eigenen Familiengeschichte und sie dieses nicht gelöst haben, existiert das Gefühl (Trauma) bzw. die Seelenabspaltung in einem selbst. Diese Gefühle wiederholen sich auf eine abgeschwächte Art und Weise in den nächsten Generationen weiter.

Mit der Methode der Familien,- System und Traumaaufstellung arbeite ich entweder alleine, mit der Mutter oder dem Vater, oder im besten Fall mit beiden Elternteilen um das Wieso und Warum herauszufinden. Was sie in ihrer Elternrolle belastet, verändern möchten oder wissen wollen warum es ihrem Kind nicht gut geht usw. Auch Seelenrückholung und Arbeit mit den Ahnen gehört oftmals dazu. 

Während der Aufstellungsarbeit werden die unbewussten emotionalen Verstrickungen ans „Licht“ gebracht und gelöst. Oftmals entsteht dann bei den Leuten der Aha-Effekt. Es werden die Zusammenhänge verstanden, das wieso und warum es so war.

Durch die Lösung entstehen im Klienten neue innere Bilder und Richtungsweiser. Somit ist klar wohin zB. die unangenehmen Gefühle gehörten.

Einige Erfahrungen nach Aufstellungsarbeit – Schamanischen Heilarbeit:  

Eine Frau kam zu mir und fühlte sich nicht als schwangere Frau obwohl sie hoch schwanger war. In der Sitzung zeigte sich, dass sie vor Jahren ein Kind verloren hatte und diese Trauer und der Verlust saß noch so tief- ihre Seele war unbewusst nur mit diesem Verlust beschäftig. In der Sitzung konnte sie trauern und hinsehen. Tage später berichtet sie mir, das sie überaus glücklich ist nun endlich ihr Baby auch auf allen Ebenen fühlen zu können. Auch das schamanische Trauerritual war sehr heilsam für sie.

Ich persönlich kontrollierte extrem unser damals 9 jähriges Kind, ständig tat er sich weh oder brachte sich in Gefahr. Ich hatte ständig Angst und Sorge um ihm das er sterben könnte. Das machte mich stutzig!  In der Aufstellung zeigte sich die Verstrickung zu meinem verstorbenen Onkel der bei einem Autounfall zu Tote kam. Auch unser Sohn war da mit verstrickt. Nach dieser Arbeit war meine Kontrolle wie weggeblasen, und unser Sohn tat sich auch nicht mehr weh.

Eine schwangere Frau kam zu mir, sie war im 5 Monat schwanger und ihr Arzt sagte ihr das ihr Kind massiv behindert sei und in diesem Fall wäre es aus medizinischer Sicht gut einen Schwangerschaftsabbruch zu machen. Sie könnte ja eh noch Kinder bekommen. Nach der Aussage von ihrem Arzt war sie fest entschlossen kein behindertes Kind zur Welt zu bringen. Doch ein anderer Anteil in ihr wollte sich die Situation mit ihrem Kind gerne auf der systemischen Ebene ansehen. Und so ging ich in die Rolle des Kindes und ich fühlte mich so was von gesund, und ich flehte leben zu dürfen. Die Mutter war so gerührt, und sie fühlte, gleich was dieser Arzt auch gesagt hatte dieses Kind kommt zur Welt, auch wenn es behindert wäre! Nun ihr Entschluss stand fest. Und tatsächlich sie bekam das Kind und es war Kerngesund! Diese Vertretung war auch für mich eine intensive und vor allem lehrreiche Erfahrung. Es zeigte mir wie sehr die ungeborenen alles fühlen, und wie wir auf unser Seele vertrauen können. Denn die Seele fühlt von Anfang an!